Gesetzliche Auseinandersetzung mit Airsoftwaffen

Vorwort

Für Waffen nach dem Funktionsprinzip Softair mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule ist eine Altersbeschränkung nicht vorgesehen. Doch oft werden diese erst ab dem 14. Lebensjahr verkauft.

Liegt der Joulewert zwischen 0,5 und 7,5 sind die Waffen zwar frei erhältlich, jedoch erst ab 18. Darüber hinaus darf eine solche Softair ohne einen Waffenschein nicht öffdentlich geführt werden. Das heißt, die Waffe sowie deren Zubehör dürfen beim Transport weder schuss- noch zugriffsbereit sein. Zusätzlich muss das Prüfzeichen „F“ in einem Fünfeck vermerkt sein und es dürfen keine Vollautomaten sein. Diese dürfen in Deutschland grundsätzlich nicht erworben, besessen oder geführt werden.

Nach dem Waffengesetz sind Softair-Typen mit einer Geschossenergie von über 7,5 Joule erlaubnispflichtige Waffen, die nur erworben und besessen werden dürfen, wenn eine Waffenbesitzkarte vorhanden ist. Für diese Waffen nach dem Prinzip Softair gilt eine Altersfreigabe ab 18.

Lagerung

Für die Aufbewahrung/Lagerung von Airsoftwaffen gilt nach AWaffV Paragraf § 13 Abs. 2 (1), dass erlaubnisfreie Waffen und Munition in abgeschlossenen Behältnissen aufbewahrt werden müssen. Ein höherer Standard ist natürlich erlaubt, wie z. B. ein Waffentresor.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/awaffv/__13.html

Transport

Der Transport von Airsoftwaffen hat in einem verschlossenen Behälter zu erfolgen, und zwar getrennt von der Munition. Das bedeutet im Klartext, dass bei dem Transport im Fahrzeug, die Waffen in einem abgeschlossenen Koffer/Waffentasche transportiert werden müssen. Die Munition darf nicht im selben Behälter transportiert werden. Da diese Bestimmungen von scharfen Waffen stammen, ist es gesetzlich nicht einwandfrei geklärt, ob zur Munition nur die Kugeln (BB`s) zählen, oder auch das Energiemedium (Gas / CO2 / Akkus). Wir empfehlen ganz klar, sowohl Kugeln als auch Gas/Akkus getrennt von der Waffe zu transportieren. Darüber hinaus muss der Koffer/die Tasche im Kofferraum transportiert werden. Das Gesetz spricht hier von „nicht unmittelbar erreichbar“.

Umbauten /Tuning

Äußerliche Veränderungen, wie der Einbau eines anderen Schaftes, die Montage von Griffen oder die Montage von Zieloptiken sind rechtlich kein Problem.

Anders sieht es bei Umbauten aus, die das Innenleben von Airsoftwaffen, speziell solche, die die Leistung beeinflussen. Diese sind Privatpersonen nicht gestattet.

Verbotene Gegenstände

Der Anbau jeglicher zielmarkierenden Gegenstände ist verboten. Das bedeutet, die im europäischen Ausland beliebten Laserzielmarkierer oder taktischen Taschenlampen sind bei uns verboten. Hier geht die Rechtssprechung mittlerweile so weit, dass sogar der Besitz solcher Gegenstände nicht gestattet ist. Akkuboxen, die äußerlich solchen Laserzielmarkierungsgeräten nachempfunden sind, aber auch dauerhaft unbrauchbar gemachte Taschenlampen, in beiden Fällen spricht man von sogenannten Dummys, sind wiederum gestattet. Dauerhaft unbrauchbar bedeutet, dass am Beispiel einer taktischen Taschenlampe, die Elektronik entfernt und die Hohlräume zum Beispiel mit 2K-Kleber aufgefüllt werden. Dadurch kann man weder wieder eine Elektronik, noch eine Batterie einsetzen. Da der Kleber auch in die kleinsten Hohlräume fließt, ist er auch nicht wieder entfernbar ohne die gesamte Lampe zu zerstören. Damit gilt die Taschenlampe als dauerhaft unbrauchbar.

Quelle: https://airsoftverein-oldenburg.de/rechtliche-hinweise-fuer-airsoft-einsteiger